Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

Nachbarschaftsheim Schöneberg

Im Porträt

Rund 1100 Mitarbeitende engagieren sich in mehr als 80 Einrichtungen und Projekten des Nachbarschaftsheim Schöneberg. Wir sind stolz auf ihren Einsatz. Einige von ihnen wollen wir an dieser Stelle kurz vorstellen und einen Eindruck aus ihrer täglichen Arbeit vermitteln.

Kita & Familie

Hardy Kynaß, Koch in der Kita Riemenschneiderweg

Hardy Kynaß kocht seit 22 Jahren täglich frisches Essen für mehrere Kitas des Nachbarschaftsheim Schöneberg. 200 Kinder werden von ihm mit leckerem und gesunden Essen am Tag versorgt. Der Mann mit dem freundlichen Lächeln weiß, was Klein und Groß schmeckt. Mehr...

Kita & Familie

Claudia Grass, Koordinatorin Familienbildung

Seit 30 Jahren arbeitet Claudia Grass im Nachbarschaftshaus Friedenau. Die ausgebildete Erziehungswissenschaftlerin schätzt vor allem den kollegialen Umgang und die ineinandergreifenden vielfältigen Angebote im Nachbarschaftsheim Schöneberg. Mehr...

Pflegen & Begleiten

Stefan Kühn, Pflegehelfer in der ambulanten Pflege

Stefan Kühn wollte einen krisensicheren Job und wechselte nach 33 Jahren in der Gastronomie in die Pflege. Jetzt arbeitet er als Pflegekraft in der Sozialstation Friedenau. Was ihn zu seinem Quereinstieg bewogen hat und warum er sich für seine Arbeit im Nachbarschaftsheim Schöneberg weiterbildet. Mehr...

Kita & Familie

Babette Kalthoff, Leiterin der Kita Riemenschneiderweg

Seit mehr als 23 Jahren leitet Babette Kalthoff die Kita Riemenschneiderweg. Langweilig wird es ihr nie, sie sprudelt vor Elan und Ideen und gibt das auch an die Kolleginnen, Kollegen und vielen Eltern weiter. Warum sie seit mehr als 30 Jahren für ihre Arbeit im Nachbarschaftsheim Schöneberg brennt. Mehr...

Pflegen & Begleiten

Bettina Friedel, Pflegerin der Sozialstation Friedenau

Bettina Friedel wollte eigentlich Künstlerin werden, über ihre Schwester kam sie in den Pflegebereich. Seither lässt sie ihre künstlerischen Fähigkeiten in ihre alltägliche Arbeit als Pflegerin einfließen. So sind bereits ein Buch und ein Kalender in Zusammenarbeit mit Demenzerkrankten entstanden. Mehr...

Handwerker

Marlon Dorndorff, Gärtner im Team der Haustechnik

Der gelernte Gärtner aus Friedenau war viele Jahre lang ohne Arbeit. Er meldete sich freiwillig zum Rasenmähen im Jugend- und Familienzentrum JeverNeun. Sein ehrenamtliches Engagement brachte ihn zu seinem Job im Nachbarschaftsheim Schöneberg. Jetzt arbeitet er Vollzeit in der Nachbarschaft. Mehr...

Kinder & Jugendliche

Alexandra Selzer, Erzieherin in der Ganztagsbetreuung

Sie ist das Gesicht am Morgen, dass die Grundschüler noch vor dem Unterricht begrüßt. Alexandra Selzer ist Erzieherin in der Ganztagesbetreeuung an der Schmargendorfer Carl-Orff-Schule. Über ein Praktikum kam sie in die Einrichtung des Nachbarschaftsheim Schöneber und blieb, weil ihr das Team und die Arbeitsatmosphäre so gut gefällt. Mehr...

Pflegen & Begleiten

Anja Haller, Pflegehelferin in der ambulanten Pflege

Anja Haller wollte ihren Job an der Uni um eine Arbeit, die sie "erdet", ergänzen. Die Hälfte der Woche sitzt die 49-jährige Geschichts- und Politikwissenschaftlerin am Schreibtisch, die restlichen Tage ist sie für die Sozialstation Friedenau in der ambulanten Pflege unterwegs. Besonders spannend findet sie die vielen unterschiedlichen Menschen, mit denen sie zu tun hat. Mehr...

Technische Abteilung

Shirin Kurta, Gebäudemanagerin

"Langer Arbeitsweg? Lass mich doch in Friedenau!" - dieser Slogan des Nachbarschaftschaftheim Schöneberg sprach Shirin Kurta an. Es war genau das, was sich die 34-jährige Architektin gewünscht hat. Bei uns ist sie für das Gebäudemanagement zuständig und kann endlich Beruf und Familie vereinbaren. Mehr...

Kita & Familie

Der Spezialist für Bratlinge

Schon früh am Morgen herrscht in der Kita Riemenschneiderweg reger Betrieb. Hardy Kynaß kocht seit 22 Jahren täglich frisches Essen für mehrere Kitas des Nachbarschaftsheim Schöneberg. 240 Kinder und Fachkräfte werden von ihm mit leckerem und gesunden Essen am Tag versorgt.

Der Mann mit dem freundlichen Lächeln weiß, was Klein und Groß schmeckt. Er ist über die vielen Jahre zu einem Spezialisten für Bratlinge geworden, darin kann er frisches Gemüse und nährstoffreiche Körner verarbeiten.

"Kinder sind die ehrlichsten und dankbarsten Kunden"

Die Kinder essen ihre Bratlinge am liebsten mit den Händen, Geschmacks- erziehung ist für den gelernten Koch sehr wichtig. Denn schon in der frühsten Kindheit werden die Geschmacksknospen geprägt. „Kinder sind die ehrlichsten und dankbarsten Kunden“, erzählt der 56 Jahre alte Berliner. Sie sagen ihm rundheraus ihre Meinung, strahlen ihn an, wenn er mal wieder eines ihrer Lieblingsessen auftischt.

Das Team in der Küche, in der Kita sowie die Kolleginnen und Kollegen im Träger schätzt der Koch sehr. Man begegne sich auf Augenhöhe, man dürfe Kritik äußern und erhalte für seine Belange und Wünsche ein offenes Ohr. „Und wenn in der Küche mal ein Gerät ersetzt werden muss, dann steht in kürzester Zeit ein neues bereit.“ Für ein solches Arbeitsumfeld und Arbeitsklima sei er sehr dankbar – und das will er nicht mehr eintauschen.

Zur Kita Riemenschneiderweg

Aktuelle Stellenangebote im Kita- und Ganztagesbereich finden Sie hier.

Kita & Familie

"Der kurze Arbeitsweg ist für mich attraktiv"

Claudia Grass ist eine von mehreren Koordinatorinnen im Bereich Familienbildung. Sie arbeitet seit mehr als 30 Jahren im Nachbarschaftsheim Schöneberg und ist unter anderem für das Angebot und Programm der Familienbildung im Nachbarschaftshaus Friedenau zuständig.

Claudia, du bist Erziehungswissenschaftlerin, da ist das Feld in dem man arbeiten kann groß. Was hält Dich seit 30 Jahre in der Familienbildung?

Während meines Studiums habe ich einen Kurs für alleinstehende Eltern geleitet, weil ich selber in der Situation war und die Leiterin dieser Gruppe krankheitsbedingt nicht mehr weitermachen konnte. Ich dachte mir damals, dann mach ich das einfach mal. So bin ich in die Familienbildung gekommen. In diesem Feld sehe ich meine Kompetenzen und Erfahrungen und das habe ich nie in Frage gestellt.

Warum hast Du dich beim Nachbarschaftsheim Schöneberg beworben?

Das war 1990, zuvor habe ich in einer Kita als Erzieherin gearbeitet. Für mich war klar, dass ich keine Erzieherin bin. Ich wollte immer mit Erwachsenen arbeiten. 

Was macht für dich das Arbeiten beim Träger aus?

Die Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich zusammenarbeite und zusammengearbeitet habe. Das ist schon ein großes Pfund über viele Jahre. Es gibt aus meiner Sicht hier einen sehr kollegialen, wertschätzenden Umgang miteinander. Was den Träger für mich attraktiv gemacht hat, war der kurze Arbeitsweg. Ich habe früher in Spandau gearbeitet und erst hinterher gemerkt, wie viel Lebenszeit ich verschwendet habe. Es war auch immer möglich, die Arbeitszeit meinen Bedürfnissen anzupassen. Das ist auch nicht selbstverständlich.

Was gefällt Dir besonders?

Die Arbeit im Nachbarschaftsheim finde ich auch deswegen so gut, weil die Familienbildung ein „Opener“ ist. Das heißt, wenn Familien das NBHS bereits kennen, dann nehmen sie auch andere Dienstleistungen leichter in Anspruch. Wenn sie zum Beispiel pflegebedürftige Eltern haben, dann wissen sie, dass wir einen Besuchsdienst, eine Kontaktstelle Pflegeengagement und eine Sozialstation haben. Oder sie kommen einfach zu einer unserer tollen Kulturveranstaltungen und bringen noch ihre Nachbarin mit. Das ist für mich ein großer Schatz und Familienbildung kann auf diesem Wege viel ganzheitlicher stattfinden, weil sie auch eingebettet ist in Themenbereiche, die nicht nur die Familie betreffen.

Kann man sich für Themen junger Eltern wie Windelinhalt, Schlafen, Beikost noch begeistern, wenn man wie Du mit zwei erwachsenen Kindern damit schon längst abgeschlossen hat?

Das fängt bei mir jetzt wieder von vorne an! Ich bin doch jetzt Oma. Der Umgang mit den Themen hat sich geändert, die Themen haben sich nicht verändert.

Weitere Informationen zur Familienbildung finden Sie hier.

Sie wollen sich umorientieren oder sind auf Jobsuche, dann schauen sie gerne in unsere aktuellen Stellenangebote.

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Pflegen & Begleiten

Vom Gastronom zum Pfleger

Über „Oma“, wie Stephan Kühn liebevoll seine Nachbarin nennt, ist der 49-jährige Berliner in die Pflege gekommen. Seit Mai 2020 arbeitet er als Pflegekraft in der Sozialstation Friedenau. Eigentlich ist er gelernter Koch, hat Jahrzehnte in der Gastronomie gearbeitet – zuletzt als Geschäftsführer eines Restaurants am Potsdamer Platz. „Doch dann kam Corona und ich habe nach etwas Krisenfestem gesucht“, sagt Stephan Kühn.

"Wieso nicht in die Pflege?"

 Seiner Nachbarin hilft er schon seit Jahren schon. Für „Oma“ ist er täglich da – er kauft für sie ein, putzt, kocht, beantragt einen Pflegegrad, bringt ihren Alltag in Ordnung und ihr Leben auf Trab. Seine Erfahrungen aus der Gastronomie sieht Stephan Kühn als Vorteil für seinen neuen Job: „Ich schaue mir die Menschen an, ohne sie zu bewerten.“ Im Gastronomiebetrieb hatte er ein Gespür dafür, ob er einen Tisch mit feiernden Damen unterhalten sollte oder lieber zurückhaltend Geschäftsleute beim Business-Lunch versorgte. „Diese Erfahrung lässt sich gut auf die Pflege übertragen."

Stephan Kühn bringt mit seiner empathischen Art viel frischen Wind in die häusliche Pflege und gewinnt dadurch das Vertrauen der von ihm betreuten Kundinnen und Kunden. Er packt an, hat aufbauende Worte dabei und motiviert, wo es nötig ist. Im Gegenzug erhält er viele ehrliche Worte und vor allem viel Dankbarkeit. „Viele Menschen haben sich ihren Lebensabend oft anders vorgestellt. Da sitzt man plötzlich im Rollstuhl oder ist nach dem Tod des Partners einsam. Dann hilft manchmal Reden, ehrliches Reden. Und Zuhören. Oder ein Witz. Aber das geht natürlich nicht immer und nicht bei jedem. Aber das kann man rausfinden", erzählt er lächelnd.

Wichtig ist Stephan Kühn der Austausch mit Menschen

Dass der Beruf nicht für jeden gemacht ist, weiß auch Stephan Kühn. Aber das sei nun mal wie in jedem anderen Job auch – „man informiert sich, probiert Dinge aus und am Ende weiß man, ob es das Richtige ist oder nicht“. Besonders wichtig ist ihm der Austausch mit Menschen. Für Stephan Kühn scheint der Branchenwechsel zu passen: Neben seiner Tätigkeit als Hauspfleger für die  Sozialstation Friedenau hat er im Oktober 2020 ein Fernstudium zum Fachwirt im Sozialen Gesundheitswesen begonnen und kann sich vorstellen, sich in diesem Berufsfeld weiter zu bewegen – und in der Pflege etwas zu bewegen.

Alle Angebote des Nachbarschaftsheim Schöneberg im Bereich der Pflege finden Sie hier.

Denken Sie auch über einen Quereinstieg nach oder wollen sich dazu informieren? Dann finden Sie auf unserer Karriere-Seite Informationen dazu.

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Kita & Familie

Erzieherin - eine Herzensangelegenheit

5000 Kilometer trennen Berlin und Kankan in Guinea. Und doch fühlen sich hier, mitten in Europa, gerade einige Kitaerzieherinnen ihren Kolleginnen südlich der Sahara sehr verbunden. Der Grund: Ein neuer Kindergarten nimmt in Kankan seine Arbeit auf. Der in Berlin ansässige Verein „Mama Afrika“ hat das initiiert. Da ließ sich Babette Kalthoff, Leiterin der Kita Riemenschneiderweg, nicht lange bitten. Sie, ihr Team und die Kinder helfen, flugs haben sie eine Kunstauktion organisiert. Sie versteigerten Bilder, die sie gemalt haben, zugunsten der Kita in Guinea.

Eine Herzensangelegenheit

Wenn es um Aufbruch und Aufbau geht, rührt sich etwas am Riemenschneiderweg. Es ist ein Reflex. „Unsere eigene Geschichte ist so nah“, sagt Babette Kalthoff. Vor 17 Jahren hat sie selbst eine Kita ins Laufen gebraucht, Neuland beackert. Daher lag ihr das Projekt in Kankan sofort am Herzen, es wird eine langfristige Patenschaft. Und noch etwas: Babette Kalthoff ist selbst in Afrika geboren, bis sie fünf war, lebte sie mit ihrer Familie dort. Zufall ist das alles nicht.

1997 übernahm das Nachbarschaftsheim die Kita Riemenschneiderweg vom Bezirk, es war ein Neubau. Fortan plante Babette Kalthoff letzte Details mit Architekten, entwickelte Kitakonzepte, erprobte sie mit ihren Mitarbeiterinnen. Manches verwarfen sie.

Die Suche nach Neuem ist allgegenwärtig

„Wenn jemand eine gute Idee hatte, haben wir sie möglichst aufgenommen“, sagt die Kitaleiterin. Ein starres Korsett gab es nicht. Babette Kalthoff lobt die Autonomie, die sie hatte. Der Aufbruchsgeist übertrug sich auf die Elternschaft, viele packten mit an, und viele tragen, das ist erwünscht, immer auch Etwas aus ihren unterschiedlichen Kulturen ins Haus. Genauso gibt es Besuche bei älteren Menschen, die Mitarbeit von Ehrenamtlichen, den Austausch mit Schulen.

„Alle brennen für das, was sie tun“,

sagt Babette Kalthoff. Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, wie sie, sollte es einmal haken, wieder jeden mit ihrem Eifer ansteckt. Im Nachbarschaftsheim arbeitet sie seit 25 Jahren. Ursprünglich war sie Krankenschwester, dann wurde sie Erzieherin, auch Heilpraktikerin. 1988 kam sie in die Kita Fregestraße. Diese leitete sie vorübergehend, bevor sie in die neue Kita wechselte.

Zur Kita Riemenschneiderweg

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Pflegen & Begleiten

"Sie haben es verdient, dass man sich um sie kümmert"

Eigentlich wolle Bettina Friedel Künstlerin werden. Dass sie dann in der Pflege landete verdankt sie einer ihrer Schwestern, die sie zu einem Job im Pflegebereich inspirierte. Als die Pflegedienstleiterin sie damals fragte, warum sie diese Arbeit machen möchte, sagte sie mit voller Überzeugung: „Die alten Leute habe schon ein langes Leben hinter sich und es verdient, dass man sich um sie kümmert“.

Was macht eine Erkrankung mit der Persönlichkeit des Menschen?

Bettina Friedel interessieren besonders ältere Menschen, bei denen die Dinge im Kopf nicht mehr so geordnet sind oder wo das Leben nicht immer glattgelaufen ist – Menschen mit psychischen Störungen oder einer Demenz Erkrankung. Gerade sie seien häufig auf emotionaler Ebene äußerst sensibel, sagt Bettina Friedel. Sie würden sofort merken, wenn man es nicht gut mit ihnen meint. Spannend findet die Pflegerin, was so eine Erkrankung mit der Person macht, wie sich ihre Persönlichkeit verändert. Auch hat sie ab und an festgestellt, dass manche Patienten sich auch zum Positiven entwickeln.

Wenn das Zwischenmenschliche passt, entsteht eine wichtige Vertrautheit

Dass ihre Aufgabe als Pflegerin in der Corona-Pandemie so viel Aufmerksamkeit erhält, findet sie gut. Als Heldin sieht sie sich aber nicht. Ihr Tag beginnt meist morgens um 6.00 Uhr in der Cranachstraße im Bezirk Friedenau. Hier ist die Sozialstation der ambulanten Pflege. Sie holt sich die aktuellen Informationen, Schlüssel, tauscht sich kurz mit den Kollegen aus und macht sich mit dem E-Bike auf den Weg zu den Pflegebedürftigen nach Hause. Sie wäscht sie, kauft für sie ein, macht den Haushalt und nimmt sich die Zeit für ein persönliches Gespräch. Denn hier sagt sie, entstehen die Momente, die sie erfüllen. Wenn das Zwischenmenschliche passt, sagt Bettina Friedel, wächst eine Vertrautheit, die Menschen öffnen sich und sie fühlt sich privilegiert an diesen intimen Momenten teilhaben zu dürfen. „Dann habe ich das Gefühl, ich stehe richtig im Leben“.

Falls Sie Interesse haben unsere Teams in der Pflege zu unterstützen, schauen Sie doch einmal in unsere Stellenangebote.

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Team der Haustechnik

„Das Zwischenmenschliche ist hier stärker“

Es war das hochgewachsene Gras, das Marlon Dorndorff zu seiner Arbeit im Nachbarschaftsheim Schöneberg brachte. Immer wieder lief er an dem Garten in seiner Nachbarschaft vorbei, bis er eines Tages beschloss, seine Hilfe anzubieten. Er wollte das Grün vor der VD 13 in Friedenau pflegen, fasste sich ein Herz und fragte das Team des Kinder- und Jugendzentrums, ob sie fachmännische Hilfe gebrauchen könnten. „Ich musste ihnen klarmachen, dass ich dafür kein Geld möchte, sondern das einfach so anbiete“, erzählt der gelernte Landschaftsgärtner. Damals war er bereits seit einiger Zeit arbeitslos, ihm fiel die Decke auf den Kopf.

Mittlerweile ist Marlon festangestellter Gärtner im Handwerkerteam. Zusammen mit Marco Neumann, dem zweiten Gärtner im Team sowie zwei weiteren Kollegen mäht er den Rasen in vielen Einrichtungen, stutzt Hecken, beseitigt Laubberge und packt an, wo es gerade nötig ist. Das kann beim Transport von Krankenbetten sein, beim Verrücken von Möbeln für die Grundreinigung oder beim Malern.

Vom Ehrenamt zur festen Stelle

Der Austausch mit den Kollegen, die Maler, Tischler, Elektriker und Experten für Sanitär und Heizungen sind, bringt ihn weiter. „Das Arbeiten fällt mir leicht, weil wir ein gutes Arbeitsklima haben.“ Besonders gut gefällt Marlon auch, dass er sowohl am internen Fortbildungsprogramm seines Arbeitgebers teilnehmen oder aber externe Fortbildungen, die er spannend findet, besuchen kann. 

Der Mann mit den kurzen Haaren und den freundlichen Augen ist froh, dass er damals über das Ehrenamt zu seinem neuen Job gekommen ist. Er ist glücklich über die Perspektive, die sich für ihn ergeben hat.

Das Zwischenmenschliche ist hier stärker“

Marlon Dorndorff ist schon früh aufgefallen, dass im Nachbarschaftsheim Schöneberg etwas anders ist als bei seinen vorherigen Arbeitgebern: „Man geht hier kollegialer miteinander um, das Zwischenmenschliche ist hier stärker“. In der täglichen Morgenrunde um halb acht Uhr werden die anfallenden Aufgaben gemeinsam besprochen, man helfe sich gegenseitig, könne Ideen einbringen und werde als Kollege respektiert, sagt Marlon. Da er bei seiner täglichen Arbeit in vielen Einrichtungen unterwegs ist, kennt er auch mittlerweile viele Mitarbeiter des Trägers. „Und wenn man sich zufällig im Supermarkt beim Einkauf trifft, dann grüßt man und unterhält sich kurz.“ Die Vorteile vom Arbeiten in der Nachbarschaft weiß er zu schätzen. Ebenso wie den großen Geräte-Fuhrpark des Nachbarschaftsheimes. Dort gebe es alles was laut ist und stinkt – „damit liebe ich zu arbeiten.“  

Sie interessieren sich für einen Job in der Haustechnik, dann schauen Sie gerne durch unsere aktuellen Stellenangebote.

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Kinder & Jugendliche

„Nie das Gefühl, auf der Stelle stehen zu bleiben“

Der Tag beginnt für Alexandra Selzer früh: Ab 06.30 Uhr begrüßt sie die ersten Schulkinder der Schmargendorfer Carl-Orff-Grundschule in der Ganztagsbetreuung. „Ich bin das erste Gesicht am Morgen in der Schule“, sagt die 26-Jährige. Bevor die Schulglocke läutet und der Unterricht startet will Alexandra Selzer den Morgen für die Kinder angenehm gestalten. Die Zeit vor Unterrichtsbeginn ist zwar knapp und viele Kinder frühstücken noch, aber die ausgebildete Erzieherin überlegt sich gerne Projekte, an denen die Schülerinnen und Schüler mehrere Tage arbeiten können. „So gibt es keinen Stress, wenn etwas nicht fertig wird.“

Schule liegt nur 10 Minuten Fußweg von ihrer Wohnung entfernt

Seit September 2019 arbeitet Alexandra Selzer in der Ganztagsbetreuung des Nachbarschaftsheim Schöneberg, zu ihrer Stelle kam sie einst über ein Praktikum. „Auf der Suche nach einem Praktikumsplatz habe ich mich in meiner Umgebung umgesehen und bin auf die Carl-Orff-Grundschule gestoßen.“ Die Schule liegt nur 10 Minuten Fußweg von ihrer Wohnung entfernt. Das frühe Aufstehen ist daher zum Glück nicht ganz so schlimm, sagt die junge Erzieherin und lacht. Dass sie nach ihrem Praktikum fest in das Team der Ganztagsbetreuung aufgenommen wurde, war eher ein Zufall. Denn nachdem ihr Praktikum beendet war, hat sie eine Bekannte an die Schmargendorfer Einrichtung vermittelt. Die wiederum hat sie dann später, nachdem Alexandra Selzer ihre Erzieherausbildung abgeschlossen hatte, auf eine weitere offene Stelle im Team aufmerksam gemacht.

Vorteil der Frühschicht: Kinder sind morgens entspannter

An ihrer Arbeit schätzt Alexandra Selzer, dass der Ganztagsbereich sehr eng und gut mit der Schule kooperiert, dass der Träger ihr vielseitige Fortbildungsmöglichkeiten bietet und „dass man im Nachbarschaftsheim nie das Gefühl hat, auf der Stelle stehen zu bleiben.“ Das Arbeitsklima sei sehr angenehm. Toll sei auch, dass sie ihre Dienste so legen kann, dass sie ab dem späten Vormittag sich ihrem Studium der Erziehungswissenschaften widmen kann. Denn Alexandra Selzer will perspektivisch als Sozialpädagogin arbeiten. Ein weiter Vorteil der Frühschichten ist für sie, dass die Kinder morgens entspannter und ausgelassener sind: „Sie freue sich auf den Tag, und ihre Freude ist ansteckend.“

Zur Ganztagsbetreuung an der Carl-Orff-Grundschule

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Pflegen & Begleiten

"Gute Pflege ist mehr als das Tragen vom Bett in den Rollstuhl"

Anja Hallers Woche ist zweigeteilt: an drei Tagen arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Humboldt-Universität, an zwei Tagen als Pflegehelferin in der Sozialstation Friedenau. Die eher ungewöhnliche Jobkombination hat für die 49-jährige Mutter mit zwei Kindern viele Vorteile. Als sie 2016 im Nachbarschaftsheim Schöneberg ihre Arbeit in der Hauspflege begonnen hat, trieb sie der Wunsch an „etwas zu machen, bei dem Menschen mich brauchen“. Sie wollte ihre Teilzeitstelle an der Uni ergänzen und suchte nach einer, wie sie sagt, sinnvollen Beschäftigung, einer Arbeit, die sie erdet.

„Als Patientin wäre ich super glücklich mit uns“

„Der Träger war mir von Anfang an sympathisch, auf meine Anfrage nach Arbeit wurde sehr offen reagiert“, erinnert sich Anja Haller. Für sie war es von Anfang an stimmig: Sie schätzt am Träger, dass weder die Mitarbeitenden noch die betreuten Menschen den gängigen Klischees rund um Pflege entsprechen würden. Das Team sei sehr divers, ebenso die Menschen, die sie betreue. Auch tausche sie sich ab und an mit ihnen über Politik und Literatur aus. Das alles mache die Arbeit spannend und abwechslungsreich. Ihr gefällt auch, dass sie sich für die Menschen, die sie betreut, Zeit nehmen kann. Hier arbeitet man nicht im Minutentakt, es gehe sehr menschlich zu, denn „gute Tagespflege ist mehr als das Tragen vom Bett in den Rollstuhl“. Empfohlen hat ihr das Nachbarschaftsheim Schöneberg ihr Mann, er kannte den Träger von einer früheren Arbeit. Durch einen Pflegefall in der Familie beschäftigt sich die schlanke Frau mit den dunklen Haaren schon seit Jahren mit dem Thema Pflege und sagt selbstbewusst: „Als Patientin wäre ich super glücklich mit uns".

Haben auch Sie Lust auf den Quereinstieg in der Pflege, auf eine Arbeit mit Sinn? Dann schauen Sie gerne durch unsere aktuellen Stellenangebote. WIr freuen uns auf Sie!

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Technische Abteilung

„Ich lerne jeden Tag etwas Neues dazu“

Das große Banner am Balkon des Nachbarschaftshauses ist Shirin Kurta auf ihren Wegen durch den Kiez immer wieder aufgefallen. „Langer Arbeitsweg? Lass mich doch in Friedenau!“ stand dort in großen Buchstaben, die Botschaft kam an, es war genau das, was die 34-jährige Berlinerin (mit iranischen Wurzeln) sich wünschte. Ihr Arbeitsweg ist tatsächlich kurz: fünf Minuten braucht sie zu Fuß.  Und endlich hat sie einen Job, der mit ihrem Familienleben gut vereinbar ist.

"Ich kümmere mich darum, dass die Kolleginnen und Kollegen störenfrei arbeiten können"

Ihre Bewerbung lieferte sie damals persönlich im Nachbarschaftshaus ab und bekam statt der Stelle, auf die sie sich eigentlich beworben hatte, ein für sie fast noch besseres Angebot. Die Architektin mit einem Master in Facility Management ist jetzt zuständig für das Gebäudemanagement, sie hat also alle Gebäude des Nachbarschaftsheim Schöneberg im Blick. Sie kümmert sich zusammen mit ihren Kolleginnen und Kollegen darum, dass die Fahrstühle funktionieren, der Schallschutz ausreicht, die Lampen funktionieren, die Leitungen gespült, die Fenster geputzt, die Blumenkästen vor dem Haus bepflanzt sind. Neben Spielplatzumbauten verantwortet sie auch kleinere Baumaßnahmen und sorgt allgemein dafür, dass die Mitarbeitenden „störenfrei“ arbeiten können. Shirin Kurta ist froh, dass sie einen soliden Arbeitgeber und ein altersgemischtes Team mit viel unterschiedlichem Know-How gefunden hat. „Ich lerne jeden Tag etwas Neues dazu.“ Schön sei an ihrer Arbeit, dass sie dafür zuständig ist, dass Orte für ältere Menschen und Kinder gepflegt sind und die Menschen sich dort wohlfühlen können.

Haben auch Sie Lust für das Nachbarschaftsheim Schöneberg zu arbeiten, dann schauen Sie in unsere aktuellen Stellenangebote. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

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