Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

Qualitätsentwicklung Kindertagesstätten

Kinderrechte in der Kita

  • Warum gibt es Kinderrechte?
  • Welche Rechte berühren besonders die Arbeit in unseren Kitas?
  • Und wie können wir Kinder in der Kita mit den Kinderrechten vertraut machen, ohne die Kinder zu überfordern?

Im Rahmen der Themen Kinderschutz und Partizipation haben wir uns sowohl in der Leitungsrunde als auch in den Teams bereits mit den Rechten der von uns begleiteten Kindern beschäftigt. Jedoch sahen wir es als hilfreich an, noch tiefer in das Thema Kinderrechte einzusteigen, indem wir einen Experten zu diesem Thema in die Leitungsrunde hinzuzogen. Ende Februar kam somit Prof. Dr. Maywald für eine eintägige Fortbildungsveranstaltung zu uns in´s Nachbarschaftsheim. Lag der Schwerpunkt am Vormittag noch eher im theoretischen Bereich, wurde es danach mit der Bearbeitung von Fallbeispielen in verschiedenen Arbeitsgruppen ganz praktisch.

Die Kinderrechte der UN-Kinderrechtskonvention umfasst 54 Artikel mit insgesamt 40 konkreten Rechten von Kindern. Wir stellen an dieser Stelle nur einige wenige vor:

  • Alle Kinder auf der Welt haben die gleichen Rechte.
  • Kinder haben das Recht zu lernen und in die Schule zu gehen.
  • Kinder haben das Recht auf elterliche Fürsorge.
  • Kinder haben das Recht auf eine Erziehung ohne Gewalt.
  • Kinder haben das Recht auf Spiel und Freizeit.
  • Kinder habe das Recht, gesund aufzuwachsen.

Der Tag mit Prof. Dr. Maywald hat uns nochmal in unserem Vorhaben bestärkt, das Thema Kinderrechte stets in unseren Fortbildungen und Ag´s einfließen zu lassen, um eine gute Qualität in unseren Häusern zu gewährleisten.

Qualitätsentwicklung Kindertagesstätten

Sicherung und Stärkung von grenzwahrenden Verhaltensweisen

In herausfordernden und belasteten Situationen ist es nicht immer einfach, angemessen zu reagieren. Auch ein sehr spontanes oder unbewusstes sowie gelerntes Verhalten („das war doch bei mir als Kind auch schon so“) kann dazu führen, dass es zu unerwünschten Verhaltensweisen kommt, die für Kinder nicht förderlich sind. Daher sehen wir es als wichtige Aufgabe, alle Kitateams darin zu unterstützen, sich gemeinsam eine Feedbackkultur aufzubauen, die ein Team darin stärkt und unterstützt, offen über Beobachtungen oder Situationen in den Austausch zu gehen.

Aber was ist überhaupt angemessen und was nicht?

Pädagogische Alltagssituationen werden von Fachkräften manchmal unterschiedlich eingeschätzt und gelöst. Da jede pädagogische Fachkraft und jedes Kind ganz individuell sind, ist eine individuelle Einschätzung und Lösung oftmals auch richtig. Doch manchmal eben auch nicht und zwar dann, wenn die Grenzen der Kinder nicht gewahrt bleiben.

Um unseren Teams eine professionelle Selbst- und Außenreflektion zu ermöglichen, hat bei uns jedes Kitateam die Möglichkeit und Aufgabe, sich gemeinsam mit den pädagogischen Fachberaterinnen und unserer Kinderschutzbeauftragten des Trägers mit dem Thema "grenzwahrender Verhaltensweisen" auseinanderzusetzen. Dies geschieht im Rahmen eines Fortbildungstages und Teambesprechungen, an denen alle pädagogischen Fachkräfte eines Teams gleichzeitig teilnehmen.

Folgende Themen/Fragen werden u.a. behandelt:

  • Was sind vom Senat vorgegebene NoGoes?
  • Was sind meine/unsere Ursachen, die uns an unsere Grenzen bringen?  Wie können wir in solchen Situationen zukünftig für uns selber sorgen und uns gegenseitig stützen?
  • Wie geben wir uns konstruktiv Rückmeldung, bzw. wie entwickeln wir in unseren Teams eine gute Feedbackkultur ?
  • Erarbeiten einer teamspezifischen Verhaltensampel anhand von Beispielen aus der Praxis.

Bisher waren die Rückmeldungen zu den Teamtagen ausschließlich sehr positiv. Sowohl die Leitungen als auch die pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sehen die Erarbeitung einer Verhaltensampel als wertvolle Orientierung, Hilfe und auch Entlastung, die Sicherheit gibt und die Feedback-Kultur in den Teams stärkt.

Das Thema "grenzwahrender Umgang" verbunden mit einer professionellen und regelmäßigen Selbst- und Außenreflektion ist ein wichtiger Baustein im Rahmen des institutionellen Kinderschutzes. Es knüpft an, an die Themen Feinfühligkeit, Partizipation und Beschwerdemöglichkeiten von Kindern, die in den letzten Jahren Schwerpunktthemen im Bereich Kita darstellten und auch weiterhin darstellen.

 

Qualitätsentwicklung

Vielfältiges Materialangebot

Wir stellen unseren Kitateams zu ausgewählten Themen vielfältige Materialien zur Verfügung, die wir in sogenannten "Themenkisten" zusammengestellt haben. Wichtig war uns dabei, dass die Medien praxisnah und damit für alle Beteiligten hilfreich sind.

Derzeit gibt es Bilderbücher, Spielideen, Projektideen, Literatur für Fachkräfte / Eltern und Weiteres zu den Themen:

  • Umgang mit Tod und Trauer
  • Kinderrechte / Partizipation
  • Vielfalt/Familienkulturen und Flucht

Bei Bedarf und Interesse können sich die Teams die "Themenkisten" unkompliziert ausleihen und die Materialien dann vor Ort einsetzen und ausprobieren.

 

Qualitätsentwicklung

Sprachkitas im Nachbarschaftsheim

Wir freuen uns sehr darüber, dass die Einrichtungen Riemenschneiderweg, Westfälische Str. und Jeverstraße als Kitas für das Bundesprogramm "Sprachkitas: Weil Sprache der Schlüssel der Welt ist" ausgewählt wurden.

Was umfasst dieses Programm?

Für die nächsten zwei evtl. sogar vier Jahre bekommen die drei Kitas über den Bund jeweils eine Sprachfachkraft mit einer halben Stelle finanziert. Aufgabe der Fachkraft ist, die Kinder im Alltag in ihrer Sprachentwicklung bestmöglich zu begleiten und zu fördern, das Kitateam zu beraten und zu qualifizieren, Eltern beratend zur Seite zu stehen und das Thema Vielfalt für die Kinder erfahrbar und erlebbar zu machen.

Die beteiligten Kitas bilden gemeinsam mit weiteren sieben Kitas von anderen Trägern einen Verbund zum gegenseitigen Austausch und werden kontinuierlich von einer externen Fachberaterin unterstützt und begleitet.

Qualitätsentwicklung

Sich mit neuen Themen auseinandersetzen

Die Abteilung Kita verfügt über eine kleine Fachbibliothek mit einer Vielzahl aktueller Bücher und Filme. Die Fachliteratur soll dazu beitragen, dass sich die Teams mit neuen Inhalten und Ideen auseinandersetzen können, ohne dass sich dazu jedes Haus Fachliteratur anschaffen muss.

Unsere Filme werden sehr gern in Teamsitzungen oder auch im Rahmen von Teamfortbildungstagen gezeigt.

Neu in der Bibliothek ist ein Ausleihverfahren mit klassischen Karteikarten. Bei Interesse können Kolleginnen und Kollegen aus den Häusern einfach in die Bibliothek gehen und sich dort "bedienen", ohne dass die Fachberatung vor Ort sein muss.

Wir hoffen, dass viele Fachkräfte den Weg in unsere kleine Bibliothek finden und wünschen allen viel Spaß und viel Erfolg beim Stöbern!

 

Qualitätsentwicklung

Kontinuierliche Fortbildung und Begleitung

Wenn Kindertagesstätten im pädagogischen und betriebswirtschaftlichen Bereich professionell arbeiten wollen, brauchen Sie Begleitung und Unterstützung durch uns als Träger und andere Fachleute unterschiedlicher Disziplinen.

Daher ist es uns ein großes Anliegen, unsere Einrichtungen durch verschiedenste Maßnahmen und Fachabteilungen zu stärken und zu qualifizieren.

Das Nachbarschaftsheim Schöneberg verfügt über eine eigene Fortbildungsabteiligung, die auf aktuelle Themen, Bedarfe und Fragen der Kitateams eingeht. Damit haben die Erzieherinnen und Erzieher die Möglichkeit, ihr Fachwissen zu erweitern und mit Kollegen und Kolleginnen aus anderen Häusern in den kollegialen Austausch zu gehen. Fortbildungsveranstaltungen im Jahr 2016 sind z.B. "Inklusion in der Praxis", "Psychomotorik in der Krippe", "Karton-Zauber" oder "Mehrsprachigkeit in der Kita". Nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich kontinuierlich weiterentwickeln, können den anspruchsvollen Aufgaben einer Kindertagesstätte gerecht werden.

Zwei angestellte Fachberaterinnen stehen im engen Kontakt mit den Leitungskräften sowie den Kitateams und unterstützen diese in ihrer Arbeit. Die beiden Fachberaterinnen begleiten die Teams bei der Durchführung der internen Evaluationen, nehmen bei Bedarf an Team- oder Abteilungssitzungen teil, stehen für Einzelgespräche zur Verfügung und bringen wichtige Informationen seitens des Senats, des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes oder anderer Fachgruppen in die Kitas.

In unseren regelmäßig stattfindende Arbeitsgemeinschaften (AG´s) wie z.B. der AG für Kinder von 0 bis 3 Jahren, der Integrations-AG oder der AG für Kinder von 3 bis 6 Jahren, diskutieren pädagogische Fachkräfte aus den Kitas gemeinsam pädagogische Themen und Anforderungen. Darüber hinaus werden in den AG´s Praxismaterialien vorgestellt und ausgetauscht.

Unsere Abteilungen "Bau", "Finanzen" und "Personal" stehen unseren Kitaleitungen täglich zur Verfügung und helfen den Kitaleitungen, die vielfältigen Spezialanforderungen, wie z.B. Sicherheitsbestimmungen oder Hygienevorschriften, zu berücksichtigen. Als besonders unterstützend wird das Handwerkerteam des Nachbarschaftsheims wahrgenommen, welches bei plötzlichen baulichen Notfällen oder anstehenden Reparaturen, Verschönerungsarbeiten und Umbauten sofort oder zeitnah zur Stelle ist.

Externe Evaluation der Kitas

Seit dem Kitajahr 2010/2011 werden die Kindertagesstätten des Nachbarschaftsheimes Schöneberg vom Institut KIQU (Qualität für Kinder) extern evaluiert. Die externe Evaluation ist für alle Berliner Kitas verbindlich.

Um einen Eindruck der pädagogischen Arbeit zu erhalten, hospitieren die Evaluatoren/-innen in den Einrichtungen und führen Gespräche mit Erziehern/-innen, Leitungen, Eltern und Trägervertretern/-innen. Grundlage der Qualitätsüberprüfung ist immer das Berliner Bildungsprogramm. Die Kitas erhalten abschließend einen ausführlichen Bericht.

Unsere bisher evaluierten Kitas erhielten alle gute bis sehr gute Rückmeldungen.

 

Kontakt

KindertagesstättenHolsteinische Straße 3012161 BerlinStandort / BVG Fahrinfo
KindertagesstättenHolsteinische Straße 3012161 Berlin
LeitungDagmar Kürschner

Fachberatung

Angela Happel
Tel 85 99 51 -727

E-Mail senden

 

Heike Westermann
Tel 85 99 51 -728

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