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Gartentherapie in der Tagespflege

Kategorie Pflege

Seit September 2025 ist unsere Gartentherapie ein fester Bestandteil des Alltags in unserer Einrichtung und hat sich seither als wertvoller therapeutischer und sozialer Baustein etabliert.

Die Arbeit mit Naturmaterialien, Pflanzen und jahreszeitlichen Impulsen spricht alle Sinne an, fördert Aktivität, Erinnerungen und das gemeinschaftliche Erleben – insbesondere für unsere Gäste mit demenziellen Veränderungen.

Im Herbst und Winter 2025 wurde das Projekt mit kreativen, naturbezogenen Angeboten begonnen.
Im Oktober entstanden gemeinsam herbstliche Gestecke aus Trockenblumen und Gräsern. Das Sortieren, Fühlen und Arrangieren der Materialien knüpfte an vertraute Tätigkeiten an, weckte Erinnerungen und lud zu Gesprächen über frühere Garten- und Naturerfahrungen ein.

Der November stand im Zeichen der stilleren Kreativität. Aus gesammelten Naturmaterialien wurden individuelle Karten gestaltet, die bemalt, beklebt und verziert wurden. Diese Tätigkeit förderte Konzentration und Feinmotorik und bot zugleich eine sinnvolle Beschäftigung in der dunkleren Jahreszeit.

Im Dezember rückte das Gemeinschaftserlebnis in den Mittelpunkt. Gemeinsam wurde ein Adventskranz für die Tagespflege angefertigt, der mit Tannengrün, Naturmaterialien und Weihnachtsdekoration gestaltet wurde. Der Kranz begleitete die gesamte Adventszeit und trug zu einer festlichen, vertrauten Atmosphäre bei.

Sinnstiftung und Teilhabe fördern

Auf diesen positiven Erfahrungen aufbauend wird die Gartentherapie im Jahr 2026 konsequent weitergeführt. Die Angebote orientieren sich weiterhin an den Jahreszeiten und verbinden Naturerleben, kreative Tätigkeiten und soziale Begegnung. Ziel ist es, Struktur, Sinnhaftigkeit und Teilhabe zu fördern und den Garten als lebendigen Erfahrungsraum zu nutzen.

Zudem ist ein gezielter Ausbau des Gartens geplant, um noch mehr Erlebnis- und Beteiligungsmöglichkeiten zu schaffen. Vorgesehen ist die Pflanzung von Säulenobstbäumen und Beerenbüschen, deren Erträge gemeinsam geerntet und weiterverarbeitet werden können. Darüber hinaus soll eine Kräuterschnecke aus Stein entstehen, deren Kräuter im täglich frisch gekochten Essen Verwendung finden. So wird der Garten noch stärker in den Alltag eingebunden und Kreisläufe von Anpflanzen, Pflegen, Ernten und Genießen unmittelbar erlebbar gemacht.

In diesem Jahr wird das Projekt teilgefördert von der Stiftung Demenz. Um die Gartentherapie langfristig zu sichern und den geplanten Ausbau umzusetzen, suchen wir weiterhin Förderer und Unterstützer, die dieses nachhaltige und wirkungsvolle Projekt begleiten möchten.

Mit der Fortführung und Erweiterung der Gartentherapie schaffen wir einen lebendigen Ort, an dem Natur, Aktivität, Erinnerung und Gemeinschaft dauerhaft zum Wohlbefinden unserer Gäste beitragen.