Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

Selbsthilfe

Eindrücke aus unserer Arbeit

An dieser Stelle informieren wir Sie über interessante von uns organisierte Veranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen und vieles mehr.

Migration und Selbsthilfe

Das Team des Selbsthilfetreffpunktes hat sich vergrößert.

Marvin_Siefke_pixelio.de

Seit Juni 2018 bereichert uns unsere neue Kollegin Lisa Reimann. Sie wird den Bereich „Migration und Selbsthilfe“ betreuen und weiter entwickeln. Da das Setting „Selbsthilfe“ nicht überall auf der Welt bekannt ist, sollen gezielt Migrantinnen und Migranten sowie ihre Vertreterorganisationen angesprochen werden. Ziel ist es die Idee der Selbsthilfe für alle Menschen zugänglich zu machen und den Selbsthilfegedanken in die unterschiedlichen Communitys zu transportieren.

Neu ist auch unsere Zweigstelle. Neben dem Selbsthilfetreffpunk im Nachbarschaftshaus Schöneberg gibt es nun einen weiteren Anlaufpunkt in Friedenau. Im Stadtteiltreff „Der Nachbar“, in der Cranachstraße 7, bieten wir Beratung und Vermittlung rund um das Thema „Selbsthilfe“ an. Alle Menschen, die Interesse an Gruppen und Selbsthilfe haben, können im Stadtteiltreff „der Nachbar“ Unterstützung finden. Wir helfen bei der Gruppengründung, vermitteln in bestehende Selbsthilfegruppen und informieren rund um das Thema Selbsthilfe und Gesundheit.

Kontakt:

Lisa Reimann

Selbsthilfetreffpunkt "Der Nachbar"

Cranachstr.7, 12157 Berlin

Lisa.Reimann@nbhs.de

Bericht aus einer Selbsthilfegruppe

„Der Anfang war hart. Nun ist es wichtig, gut auf sich zu achten.“

Merhaba, bunte Buchstaben
"Selbsthilfe" als Notiz mit Kugelschreiber
Willkommen! Ganz egal, wo Sie her kommen, wir freuen uns auf Sie - im Selbsthilfetreffpunkt "Der Nachbar"
Vorbereitungen Selbsthilfegruppe

Vor sich hin summend stellt Hescham[1] die Tassen und den Teller mit den Keksen auf den Tisch im Stadtteiltreff “Der Nachbar” des Nachbarschaftsheims Schöneberg e.V.. Dann holt er aus der Küche die Thermoskanne mit dem Kaffee und greift mit seiner  Handprothese nach dem Zuckerstreuer. Es ist eine mechanische Prothese, die seine rechte Hand ersetzt.  Hescham deckt den Tisch für das Gruppentreffen für die arabischsprachige  Selbsthilfegruppe für Menschen mit Amputationen, die alle zwei Wochen im Stadtteiltreff „Der Nachbar“ stattfindet.

Hescham kam vor 7 Jahren aus Libyen über Italien und Schweden nach Deutschland.  In seinem Herkunftsland hat er vor acht Jahren seine Hand verloren. „Mittlerweile komme ich gut klar“, sagt Hescham „Der Anfang war hart.  Nun ist es wichtig, gut auf sich zu achten.“ Heute gibt Hescham seine Erfahrungen an andere Betroffene weiter. Die Selbsthilfegruppe gibt es erst seit einigen Wochen und es werden weitere Interessierte gesucht. In arabischer oder deutscher Sprache kann über die Amputation gesprochen werden. „Wir haben auch Anfragen von Menschen, die im Krieg in Syrien ein Bein oder eine Hand verloren haben“,  berichtet Hescham. Für viele sei es nicht leicht sich im deutschen Gesundheitssystem zurechtzufinden. Wo beantrage ich was? Wer hilft mir, wenn die Prothese drückt oder rutscht? Wie bekomme ich einen Toilettenschlüssel? Erst wenn sich die Gruppenmitglieder gut kennen gelernt haben, wird auch über das einschneidendes Erlebnis der Amputation gesprochen. Es sei immer eine traumatische Erfahrung, wenn man durch einen Unfall, eine Krankheit oder im Krieg einen Arm oder ein Bein verliert. Die Selbsthilfegruppe hilft dabei das Leben mit Amputation selbstbestimmt zu meistern. Auch der Amputierten-Treff Berlin-Brandenburg unterstützt diese (bisher deutschlandweit einmalige) arabischsprachige Selbsthilfegruppe. Für 2019 werden noch engagierte Ehrenamtliche mit Amputation gesucht, die ihre Erfahrungen mit der Gruppe teilen möchten. „Übersetzen ist kein Problem“, sagt Hescham, der sowohl deutsch als auch arabisch beherrscht.

Das Klangspiel über der Tür ertönt. In den Stadtteiltreff „Der Nachbar“ kommt eine junge Frau und setzt sich zu Hescham an den Tisch. Soraya nimmt sich einen Keks und erzählt von der vollen U-Bahn.

„Man sieht mir ja nicht an, dass ich statt Unterschenkel Prothesen habe“

 „Wenn ich lange stehe, drückt es an den Beinen. Aufstehen tut niemand bei mir. Man sieht mir ja nicht an, dass ich statt Unterschenkel Prothesen habe“, berichtet sie. Soraya spricht besser deutsch als arabisch. Sie ist er seit kurzem in Berlin. Vorher war sie lange in Kliniken und in der Reha. Sie hat beide Unterschenkel bei einem Unfall verloren.  In Berlin soll jetzt ein neues Leben für sie beginnen.

Auch für Bahira ist die Selbsthilfegruppe hilfreich. Sie hat noch immer keinen Elektrorollstuhl und ist dadurch auf Hilfe angewiesen, so wie heute. Ihr Bruder schiebt den Rollstuhl und bringt sie zur Selbsthilfegruppe.  „Mit einem Elektrorollstuhl wäre ich mobiler und könnte alleine zur Gruppe fahren“, erklärt sie. Beim letzten Selbsthilfegruppetreffen hat Hescham Bahira eine Beratungsstelle empfohlen.  „Durch die Gruppe habe ich Kontakt zu einer Organisation, die mich auf arabisch berät“ übersetzt Hescham Bahiras Beitrag. Nun soll es zügiger mit der Beantragung des Elektrorollstuhls voran gehen.

Dann berichtet Hescham von seinem Besuch in einem großen Sanitätshaus, bei dem ein arabischsprachiger Prothesentechniker arbeitet. Er habe ihn die Werkstatt, in denen Prothesen gefertigt werden, gezeigt. „Es gibt einen richtige Parcours mit unterschiedlichen Bodenbelägen, so kann man auch das Laufen über Kopfsteinpflaster mit der neuen Prothese üben.“ Alle Gruppenmitglieder wissen, mit einem einmaligen Besuch in der Orthopädietechnik ist es nicht getan. Es dauert und es ist Millimeterarbeit bis eine Prothese richtig sitzt. Da der Stumpf mit der Zeit schmaler wird, muss die Prothese immer und immer wieder neu angepasst werden.  „Deshalb ist es wichtig, dass es einen Techniker gibt, mit dem man sich gut versteht und der auch die Sprache beherrscht“, findet Hescham.

„Und manchmal steckt auch mehr dahinter als eine schlecht sitzende Prothese“, erklärt Bahira. „Ich habe Schmerzen und trage meine Prothese kaum.  Deshalb bin ich im Rollstuhl.“  Sie hat bald einen Arzttermin, bei dem eine neue Operation geplant werden soll.  Vermutlich wurden die Nerven bei der Amputation nicht richtig umgeleitet.  „Ich habe große Hoffnung, dass es nach der Operation aufwärts geht“, sagt Bahira. „Bestimmt“, antwortet Soraya und schenkt sich noch etwas Tee ein. „Es ist oft ein langer Weg und manchmal denkst du: jetzt geht nichts mehr. Doch dann geht es weiter, wie bei mir.“ Sorayas Umzug nach Berlin und der neue Job bringen zwar viele neue Herausforderungen, aber auch neue Freundschaften, Begegnungen und Anregungen mit sich. „Ich freue mich jeden Tag aufs Büro, trotz voller U-Bahn“, sagt sie strahlend.  „Und ich freue mich über den Austausch in der Gruppe hier.“

Für Omar, der als letztes zum Gruppentreffen gekommen ist, brachte die Selbsthilfegruppe auch eine Veränderung mit sich.  „Mit Hescham gehe ich jetzt jeden Samstag zum Schwimmen.  Bevor ich mein Bein verloren habe, bin ich viel geschwommen und ich wusste nicht, wie das ohne Bein gehen soll.“ Hescham und Omar sind seit kurzem bei einem Behindertensportverein  angemeldet.  Die Anregung kam von einer Frau aus dem Amputierten-Treff Berlin-Brandenburg, der mit der Selbsthilfegruppe im Nachbarschaftsheim vernetzt ist.  „Sport ist wichtig. Denn auch die Statik des Körpers kann sich verändern, wenn ein Körperteil fehlt“, berichtet Omar. „Im Wasser bin ich federleicht und vielleicht bekomme ich bald eine Prothese, die speziell für den Sport im Wasser gebaut wird.“

Bahiras Plan ist es, viel deutsch zu lernen. Deshalb besucht sie im Anschluss an die Selbsthilfegruppe ein weiteres Angebot des  Nachbarschaftsheims Schöneberg e.V. „Nach der Gruppe bringt mein Bruder mich rüber in die Holsteinische Straße zum Sprachcafé.“ Beim wöchentlich stattfindenden Sprachcafé  im Nachbarschaftshaus kann man in gemütlicher Runde die deutsche Sprache übern und unterschiedliche Menschen kennen lernen. „Und schon bald werde ich rüber laufen, mit Prothese, ohne Rollstuhl und ohne Bruder.“

Die arabischsprachige Selbsthilfegruppe vom Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. ist eine von über 70 Selbsthilfegruppen. Der Selbsthilfetreffpunkt unterstützt die Gruppe bei der Gründung, informiert und begleitet. Um möglichst viele Menschen anzusprechen gibt es den Selbsthilfetreffpunkt nicht nur im Nachbarschaftsheim Schönberg in der Holsteinischen Straße 30, sondern jetzt neu auch im Stadtteiltreff „Der Nachbar“ in der Cranachstraße 7. Auch hier kann werden Interessierte wie Hescham in der Gründungsphase Beraten (Schwerpunkt „Migration und Selbsthilfe“).  Ziel ist es, Selbsthilfegruppen für Menschen mit Migrationsgeschichte zugänglich zu machen. Weitere Beratung gibt es im Selbsthilfetreffpunkt im Nachbarschaftsheim Schöneberg.

Nach dem Treffen der Selbsthilfegruppe beeilt sich Hescham zum S-Bahnhof zu kommen. Er  freut sich. Denn gerade macht er einen Führerschein - bei einer von nur zwei Fahrschulen in Berlin, die sich auf Menschen mit Prothesen spezialisiert haben. Hescham träumt davon bald selber Auto zu fahren. „Mit der richtigen Technik, kein Problem“, sagt Hescham und steigt in die S-Bahn.

 


[1] Alle Persönlichkeitsangaben wurden aus Datenschutz-Gründen geändert.

Paradies: Mutter „ Ein Projekt der Theatergruppe Rabenmütter-Rabentöchter“

Paradies : Mutter „ Ein Projekt der Theatergruppe Rabenmütter-Rabentöchter“

Ein Raum im Frauenzentrum „Paula Panke“. Ein geschützter Raum. Nur wer angemeldet ist darf rein. Die Bühne, abgetrennt durch Leuchtstreifen auf dem Boden. Am Rand, um die Bühne herum Stühle, ca. 20-25 Stück. Das Publikum, ganz nah dran, ausschließlich Frauen. Aber nicht nur Frauen, sondern Mütter, Großmütter, Betroffene von Angst- und Depressionserkrankungen…Es geht los, drei Schauspielerinnen (selbst Betroffene von Ängsten und-/oder Depressionen) betreten den Raum und nehmen die Zuschauerinnen für ca. 40 min. mit auf eine Reise ins „Paradies: Mutter“. Ehrlich und unverblümt, wird in verschiedenen Szenen das Muttersein dargestellt, auch mit ihren Ambivalenzen. Biografische Texte werden verlesen, in denen „Die Angst“ beschrieben wird…wann war sie das erste Mal da? Es entsteht eine angespannte Stimmung, teils Tränen in den Augen der Zuschauerinnen aber dann dramaturgisch perfekt gelöst…eine erheiternde Szene, alles scheint sich wieder zu entspannen. Am Ende ein Lied von den drei Schauspielerinnen gesungen: „I did it my way…“ Es war ein bereichernder Nachmittag. Das Publikum war begeistert. Ich hoffe, dass wir in Zukunft noch mehr sehen können von den Rabenmüttern. Es ist ein einmaliges Projekt und das Thema Depressionen und Angsterkrankungen, allgegenwärtig. Es ist wichtig, darüber zu sprechen, das Gefühl zu vermitteln und zu bekommen, dass es auch anderen so geht…und genau hier kommt der Selbsthilfegedanke ins Spiel: es treffen Menschen aufeinander, die das gleiche Thema verbindet und das kann sehr entlastend sein. Niemand versteht mich besser, als jemand mit demselben Problem!

„Die Arche Noah wurde von Laien gebaut, die Titanic von Fachleuten!“

30 Jahre Selbsthilfe Arbeit in Tempelhof-Schöneberg am 13. November 2015

Franziska Lichtenstein
Irmhild Harbach-Dietz
Alexandra Gotthardt
Helus Herczygier
Kreatives Schreiben

30 Jahre Selbsthilfe sind ein guter Grund zu feiern. Neu im Selbsthilfetreffpunkt, war es für uns ein gelungener Einstieg dieses Jubiläum zu organisieren. Unsere Vorgängerinnen hatten gute Vorarbeit geleistet. So konnten wir in kurzer Zeit diesen Tag organisieren. Ein Fachtag sollte es werden. Ganz außer Acht lassen wollten wir den feierlichen Charakter aber nicht. So erfreuten Alexandra Gotthardt (Klavier) und Helus Herzygier (Gesang) unsere 70 Gäste mit ihren wunderbaren musikalischen Interpretationen von Beatles bis Kreisler. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Frau Dr. Sybill Klotz, Bezirksstadträtin für Gesundheit, Soziales und Stadtentwicklung. Frau Dr. Klotz wies auf den hohen Stellenwert der Selbsthilfe für den Bezirk hin. Selbsthilfe ermöglicht es, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Das ist schon der halbe Weg zur Besserung. Sie betonte die gute Verankerung der Kontaktstelle in bezirklichen Strukturen, wie z.B. in der AG Frauengesundheit und dem Gesunde Städtenetzwerk. Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg treffen sich ca. 220 Selbsthilfegruppen, davon 70 im Rahmen des Selbsthilfetreffpunktes.

„Was soll ich da noch sagen? Machen sie weiter so!“

Franziska Lichtenstein, Geschäftsführerin des Nachbarschaftsheimes Schöneberg, ging auf die Entwicklung des Treffpunktes ein. Er wurde am 11. November 1985 vom Sozialsenator Uli Fink eröffnet. Erster Standort waren umgebaute Kellerräume in der Fregestr. 52. Um die Hemmschwelle für Hilfesuchende zu verringern, wurde gleichzeitig ein kleines Café als offener Treffpunkt betrieben. Viel ist seitdem geschehen. Aus der Schreibmaschine ist ein Laptop geworden. Aus 20 Gruppen sind 70 geworden. Doch gleich geblieben ist, dass sich die Selbsthilfe an den konkreten Bedarfen orientiert und einen Raum für Eigenverantwortung und Selbstbestimmung bietet. Selbsthilfe macht stark. Die Selbsthilfekontaktstelle unterstützt die Gruppen durch das Bereitstellen von Räumen, bei der Öffentlichkeitsarbeit, bei Gruppengründungen und Problemen. Doch das meiste passiert in Eigenregie. Die Gruppen sind Profis in eigener Sache.

„Die Arche Noah wurde von Laien gebaut, die Titanic hingegen von Experten"

Dies Bild kam beim Publikum sehr gut an. Auch Herr Dr. med. Andreas Diekmann, Arzt für Neurologie und Psychiatrie, griff dieses Zitat immer wieder auf. Für Herrn Diekmann ermöglicht die Selbsthilfe, das Licht am Ende des Tunnels zu sehen Sie ist die Emanzipation aus Fesseln, die durch Isolation und Stigmatisierung entstehen. Ich möchte an dieser Stelle Herrn Dr. med. Diekmanns Fazit zitieren, da es sehr gut die Wirkung von Selbsthilfe widerspiegelt.

„Selbsthilfe ist ein wesentlicher Faktor zur Selbstwirksamkeit, fördert Menschlichkeit und Mündigkeit und führt aus resignativer Passivität in konstruktiv optimistische aktive Bewältigung des eigenen Lebensschicksals in der Beziehung zu anderen Menschen!“

Die Psychologin Irmhild Harbach-Dietz, selbst an Krebs erkrankt, brachte uns mit kinesiologischen Körperübungen wieder in Schwung. Sie plädierte dafür, in Selbsthilfegruppen den Blick auf die Ressourcen zu lenken und sich nicht an den Defiziten zu orientieren. Dies ermöglicht eine andere Sicht auf die Krankheit. Dies erweitert den Blickwinkel und kann dazu beitragen, ein erfülltes Leben trotz der Erkrankung zu führen. Es ist wichtig, für eine gute und entspannte Gruppenatmosphäre zu sorgen, z.B. durch Kommunikationsregeln und Entspannungsübungen. Auch ist eine gewisse Fehlertoleranz hilfreich.

„Um Fehler zu vermeiden, brauche ich viel Erfahrung und Erfahrung bekomme ich, indem ich viele Fehler mache.“

Uns war es wichtig, auch Selbsthilfeaktive zu Wort kommen zu lassen. So gab es einen Expertenaustausch mit vier Teilnehmern und Teilnehmerinnen aus den Gruppen Kaufsucht, kreatives Schreiben, Eierstock- und Gebärmutterkrebs und Morbus Crohn. Sie gaben uns einen Einblick in ihre Gruppen und was für sie die Gruppen so wirksam macht. Ein wichtiger Faktor ist der Austausch mit Gleichbetroffenen. Hier kann man Dinge besprechen, die man bei Freunden und Familie lieber nicht anspricht. Man wird verstanden und muss sich nicht verstecken. Selbsthilfegruppen sind ein Ort des Rückhalts und der praktischen Hilfe. Im Suchtbereich sind sie eine wichtige Unterstützung, um nicht rückfällig zu werden. Auch kreative Methoden in der Gruppenarbeit können eine Kraftquelle sein, wie z.B. das Schreiben von Elfchen.

„Feuer.Glut entfacht. Helle Flammen macht. Wenn Gefahr nicht erkannt. Abgebrannt.“

Zum Abschluss galt es noch den Visionsbaum mit Visionen zu füllen. Unsere Gäste hatten die Möglichkeit, ihre Visionen für die Selbsthilfe zu formulieren und auf Kärtchen anzupinnen. Es zeigt sich deutlich, dass Selbsthilfe verlässliche Strukturen und Wertschätzung braucht.

Thorsten Schuler, Nicole Bichlmeier

Sehr gut besuchter Vortrag

Wege aus der Abhängigkeit

Wir freuen uns, dass wir Herrn Heinz-Peter Röhr, Autor vieler therapeutischer Fachbücher, als Referenten für uns gewinnen konnten. Am 11. Februar 2011 hielt der Sozialpädagoge und Psychotherapeut an der Fachklinik Fredeburg in unserem Haus den Vortrag "Wege aus der Abhängigkeit".

Anhand eines Märchens zeigte er auf, wie krankhaft abhängige Beziehungsmuster und daraus resultierende Suchterkrankungen entstehen können. Heinz-Peter Röhr stellte sehr anschaulich dar, wie abhängige Menschen mithilfe der Entschlüsselung ihrer eigenen "geheimen Programme", die seit der frühen Kindheit existieren, einen Weg aus dieser Abhängigkeit finden können.

Viele Besucher/innen fanden sich in den überzeugenden und lebhaften Schilderungen aus der therapeutischen Arbeit wieder. Die Möglichkeit, am Ende in der großen Runde persönliche Frage zu stellen, wurde von vielen der 70 Zuhörer/innen genutzt.

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12161 Berlin
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Fax 85 99 51 -101
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Dienstag 15 bis 18 Uhr,
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Donnerstag 10 bis 11 Uhr
Fon: 85 99 51 -355

Ihr Ansprechpartner
Thorsten Schuler
Tel 030/859951-330
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Lisa Reimann
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die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales  und die Arbeitsgemeinschaft der Berliner Krankenkassen und Krankenkassenverbände.