Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

Verdienstmedaille Tempelhof-Schöneberg

Seit über 30 Jahren engagiert sich Anita Carstens in Friedenau

Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler hält die Laudatio für Anita Carstens.
Foto: NBHS
Frau Carstens nach der Auszeichnung.
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Der Chor tritt zu Ehren Anita Carstens' nach der Laudatio auf.
Foto: NBHS
Beim Empfang sangen dann der Chor und Anita Carstens gemeinsam.
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In einer zweistündigen Festveranstaltung ehrte die Bezirksbürgermeisterin von Tempelhof-Schöneberg Frau Angelika Schöttler sowie zahlreiche Laudator_innen Männer und Frauen des Bezirkes, die sich durch ein mindestens achtjähriges ehrenamtliches Engagement für den Bezirk verdient gemacht haben.

Mit dabei war Anita Carstens, vom Nachbarschaftsheim Schöneberg für diese Auszeichnung vorgeschlagen, die 1971 nach Friedenau gezogen war und sich seitdem für ein soziales Miteinander im Kiez engagiert.

So setzte sie sich in den 70ern für Spiel- und Freizeitmöglichkeiten im öffentlichen Raum für Kinder und Jugendliche ein, woraus sich die spätere Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung "Menzeldorf" entwickelte.

Seit annähernd 30 Jahren singt Anita Carstens nicht nur im Konzertchor Friedenau, der im Nachbarschaftshaus Friedenau beheimatet ist, sondern sie übernimmt zusammen mit anderen Chormitgliedern alles Organisatorische, das anfällt.

Des Weiteren organisiert sie Mitsingkonzerte, an denen bis zu 200 Personen teilnehmen; unter anderem auch Nachbarinnen und Nachbarn, die sich sonst nicht begegnet wären.

Mit selbstgekochten Marmeladen, die sie im Nachbarschaftscafé des Nachbarschaftshauses Friedenau, in der Philippuskirche, bei der Lebensmittelausgabe der Christlichen Hilfe sowie bei der AWO Friedenau gegen Geldspenden anbietet, unterstützt Frau Carstens verschiedenste Projekte finanziell.

Frau Schöttler hob in ihrer Laudatio sowohl die Dauer des Engagements als auch deren Vielseitigkeit hervor. Überrascht wurde Frau Carstens nach der Laudatio von ihren Chorfreundinnen und -freunden, die ein Lied zur Aufführung brachten. Beim anschließenden Empfang sangen sie dann noch einmal gemeinsam.

Ehrennadeln des Paritätischen Landesverbands

Gold und Silber für Ehrenamtliche des Nachbarschaftsheims Schöneberg

v.l.n.r.: Senatorin Elke Breitenbach, Inge Schoubyé, Dr. Gabriele Schlimper
Foto: Holger Gross
v.l.n.r.: Senatorin Elke Breitenbach, Regina Arndt, Dr. Gabriele Schlimper
Foto: Holger Gross

Beim Jahresempfang des Paritätischen Landesverbandes Berlin werden besonders verdiente ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den Mitgliedsorganisationen ausgezeichnet. In diesem Jahr konnten sich darüber gleich zwei Engagierte des Nachbarschaftsheims Schöneberg freuen. 

Inge Schoubyé ist ein "Urgestein" des Theaters der Erfahrungen und feierte in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum, was in der Seniorentheaterszene doch eher ungewöhnlich ist. Sie stand bisher über 500 mal in mindestens 25 Rollen auf den Bühnenbrettern. Sie gestaltet seit vielen Jahren das Kult-Musical "Altes Eisen" als singende Mozartkugel mit, wirkte an diversen internationalen Projekten mit und lässt keinen Workshop aus, in dem sich Jung und Alt begegnen. 

Für ihr Engagement wurde Inge Schoubyé bereits im Jahr 2009 mit der silbernen Ehrenannadel des Paritätischen Wohlfahrftsverbands Berlin ausgezeichnet. Nun war es an der Zeit, dies mit der goldenen Ehrennadel zu krönen.

Regina Arndt ist seit 2006 im ehrenamtlichen Besuchsdienst engagiert. Jede Woche geht sie in eine Wohngemeinschaft, in der 9 Personen mit einer Demenz leben, um sich mit ihnen zu unterhalten, mit ihnen zu spielen und ihnen Aufmerksamkeit zu schenken. Als Hort der Kontinuität und Sicherheit hat sie dort viele Höhen und Tiefen mitgemacht und immer einen großen Beitrag zum Wohlbefinden und zur Abwechslung für die Bewohnerinnen und Bewohner geleistet.

Wie schön, dass dieser Einsatz nun mit der silbernen Ehrennadel anerkannt worden ist.

Überreicht wurden die Ehrennadeln von der Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Frau Elke Breitenbach zusammen mit der Geschäftsführerin des Paritätischen Landesverbands Berlin Frau Dr. Gabriele Schlimper.

Verleihung Berliner Freiwilligenpässe 2017

Ehrenamtliche des Nachbarschaftsheims Schöneberg bekamen Freiwilligenpässe im Berliner Rathaus überreicht

Festrede des Staatssekretärs Alexander Fischer
Foto von: Gerald Sperling
Überreichung des Freiwilligenpasses an
Dr. Ute-Maria Beese
Foto von: Gerald Sperling
Überreichung des Freiwilligenpasses an Peter Schaupp
Foto von: Gerald Sperling
Peter Schaupp und Dr. Ute-Maria Beese
Foto von: Gerald Sperling

Zweimal im Jahr verleiht das Land Berlin im Rahmen einer Festveranstaltung Freiwilligenpässe im Berliner Rathaus. Am 21. März war es wieder soweit. 107 Personen aus 29 Organisationen wurden durch den Staatssekretär für Arbeit und Soziales Alexander Fischer geehrt. Mit dabei Frau Dr. Ute-Maria Beese vom Cura-Betreuungsverein und Peter Schaupp aus der Kita McNair, beides Einrichtungen des Nachbarschaftsheims Schöneberg e.V.

Frau Dr. Beese ist seit 1999 beim Cura-Betreuungsverein engagiert und hat in dieser Zeit für zahlreiche Menschen die rechtliche Betreuung übernommen. Momentan ist sie für drei Personen bestellt und nimmt deren rechtliche, gesundheitliche und verwaltungstechnischen Angelegenheiten war.

Herr Schaupp engagiert sich ebenfalls seit vielen Jahren unermüdlich als Singpate in unserer Kita McNair. Gemeinsam mit anderen Seniorinnen und Senioren kommt er einmal wöchentlich in das Haus und singt gemeinsam mit den Kindern und Erzieherinnen. Somit trägt er aktiv dazu bei, dass sich unterschiedliche Generationen begegnen und gemeinsame Erlebnisse erfahren können.

Dank der lebhaften Moderation durch die Radiomoderatorin Sylke Gandzior hatten alle einen vergnüglichen Nachmittag.

Für das leibliche Wohl sorgten Schülerinnen und Schüler mit ihren Anleitern aus dem Ganztagsbereich der Gustav-Langenscheidt-Schule (ebenfalls Einrichtung des Nachbarschaftsheims Schöneberg).

Verleihung der Bundesverdienstmedaille

Bundesverdienstmedaille für Evelyne Weber - ehrenamtliche Mitarbeiterin bei Cura

Staatssekretär Woop, Evelyne Weber
Foto: NBHS

Sich selbst bezeichnet Evelyne Weber (70) als „kleine Ameise im Staat“ und konnte es am Tag der Verleihung der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland am 27.02.2017 durch Staatssekretär Gerry Woop noch gar nicht fassen, dass ihr so viel Ehre zuteilwurde.

 

Verdient hat sie sie: die Ehre, die Anerkennung, die Auszeichnung.

 

Auf über 30 Jahre ehrenamtliches Engagement blickt die Zehlendorferin zurück, und ein Ende ist wahrlich nicht in Sicht.

 

Frau Webers ehrenamtliche Biografie beginnt 1986 als Ideengeberin und Mitorganisatorin der Friedensfilmtage, bei dem erstmalig der Friedensfilmpreis ausgelobt wurde und seitdem fester Bestandteil der Internationalen Filmfestspiele ist. In den folgenden Jahren engagierte sie sich als Schöffin beim Amtsgericht Tiergarten, als Vollzugshelferin im Berliner Justizvollzug, hat eine Ausstellung über den Holocaust erstellt und ein dazugehöriges Begleitprogramm organisiert und durchgeführt und übernahm zahlreiche weitere Aufgaben.

 

Inzwischen selbst auf ihren Begleithund Gandhi angewiesen, ist sie seit 2006 Mitglied der Sozialkommission in Steglitz-Zehlendorf sowie seit 1993 bis heute als ehrenamtliche rechtliche Betreuerin über den Cura-Betreuungsverein des Nachbarschaftsheim Schöneberg e.V. tätig. Aktuell hat sie die Vormundschaft für einen unbegleiteten jugendlichen Geflüchteten aus Aleppo übernommen.

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