Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

12.03.2014 / Verein

Tanken vor der Haustür

Seit November vorigen Jahres fahren die Pflegekräfte der Sozialstation Friedenau tagtäglich mit zwei Renault Zoe zu ihren Patienten, die zu Hause pflegerisch versorgt werden.

Elektrofahrzeuge in der Sozialstation Friedenau

Vom Bundesplatz gehen die Touren nach Schöneberg, Westend, Tempelhof, Zehlendorf und wieder nach Westend. In der Regel sind 40 bis 60 Kilometer pro Schicht zu bewältigen.

Die Mitarbeiter, die jetzt mit den e-Autos, anstatt vorher mit den Benzinern, unterwegs sind, erleben einen ganz großen Gewinn an Komfort: Die bequemen Autos sind hochwertig ausgestattet mit Navi, Automatik, Einparkhilfe und Klimaanlage – kleine „Helfer“, die den harten Arbeitstag angenehmer machen. Zum Ende der Tour wartet dann noch eine besondere „Belohnung“ – es steht der reservierte Parkplatz gleich vor dem Büro an der Stromzapfsäule zur Verfügung. Gleich wird aufgetankt für die nächste Schicht. Noch ein positiver Nebeneffekt: Während es bei den „Benzinern“ immer mal wieder Ärger gibt, dass ein Kollege am Vortag ein Auto auf „Reserve“ abgestellt hat, ohne vorher zu tanken, ist das Einstecken des Ladekabels bei den e-Autos selbstverständliche Routine und die Autos sind zu Dienstbeginn immer „vollgetankt“.

Für die Fahrstrecken innerhalb einer Schicht waren die Reichweiten der Autos mehr als ausreichend, solange die Temperaturen nicht unter den Gefrierpunkt sanken. Als im Januar jedoch in einigen Nächten die Nachttemperaturen auf  Minus 10°C sanken, und auch am Tag die Temperaturen weit unter Null blieben, sanken die auf den Armarturen der Renaults angezeigten Rest-Kilometer doch erheblich. Während an normalen Tagen meist um die 80 km Reserve angezeigt waren, standen jetzt dort nur noch 60 km. Die Heizung benötigte offensichtlich einen ordentlichen Anteil an den Reserven aus der Batterie. Auch in dieser Zeit reichten die Reserven für unsere Zwecke immer aus. Aber bei 10 Restkilometern waren die Mitarbeiter froh, vor dem Büro wieder auf ihren Parkplatz an die Ladestation zu rollen.

Das Nachbarschaftsheim Schöneberg ist eine von drei Organisationen innerhalb der Region Berlin-Brandenburg, die im Projekt "Elektromobilität für soziale Einrichtungen" über einen Zeitraum von drei Jahren die Alltagstauglichkeit von Elektromobilen erproben. Das Projekt ist Teil des "Internationalen Schaufensters Elektromobilität Berlin-Brandenburg" und wird von der Bundesregierung sowie den Ländern Berlin und Brandenburg gefördert. Mehr Informationen zum Projekt ehalten Sie hier

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