Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

24.03.2020 / Verein

Friedenau näht gegen Corona - Wir brauchen Ihre Unterstützung!

Ein Aufruf an unsere Friedenauer Nachbarinnen und Nachbarn

Kolleginnen von Kidöb und Al Nadi beim Nähen

Hospiz-Mitarbeiterin mit Mund-Nasen-Maske

So sieht der Behelfsschutz nach Fertigstellung aus: Variante 1 mit Gummibändern

Variante 2 mit Stoffbändern

Tipp einer Nachbarin "Aktendulli halbieren"

Arbeiten unter erschwerten Bedingungen und hohem persönlichen Risiko

Viele Mitarbeitende unserer Einrichtungen arbeiten derzeit unter besonders erschwerten Bedingungen. Noch weniger Pflegekräfte des ambulanten Pflegedienstes als gewöhnlich versorgen täglich Patientinnen und Patienten in ihrem Zuhause. In unserer Unterkunft für geflüchtete Frauen sind die Mitarbeiterinnen täglich mit vielen Personen in unmittelbarem Kontakt. Familienpflegerinnen unterstützen Familien mit Kindern auch in der derzeitigen Krisensituation. Im Hospiz begleiten unsere Fachkräfte weiterhin Schwerstkranke und sterbende Menschen. Erzieherinnen leisten Notbetreuung für Kinder, damit Eltern in systemrelevanten Berufen weiter ihren dringend erforderlichen Tätigkeiten nachgehen können - Sie alle können nur bedingt ihre Sozialkontakte einschränken und setzen sich einer erhöhten Gefahr aus, selber zu erkranken. Schutzausrüstung, um sich vor Infektionen zu schützen ist in unseren Einrichtungen sowie auch generell kaum verfügbar.

Behelfsmasken selber nähen - in wenigen Schritten

Um wenigstens ein bisschen Schutz zu gewährleisten, haben wir damit begonnen, selber Mund-Nasen-Masken herzustellen. Eine Nähanleitung der Stadt Essen ist Grundlage dafür. Dieser selbsthergestellte Mundbedeckung kann keinen sicheren Schutz gegen eine Corona-Infektion bieten, aber er ist besser als nichts.

Unsere Einrichtungen Hospiz Schöneberg-Steglitz sowie die Frauenprojekte Kidöb und AlNadi haben bereits erste Erfahrungen im Anfertigen der Masken gesammelt, um betroffene Kolleginnen und Kollegen damit in ihrem Einsatz zu versorgen. Auch die Mitarbeitenden aus anderen Einrichtungen des Nachbarschaftsheims unterstützen tatkräftig beim Nähen.

Falls Sie, liebe Nachbarinnen und Nachbarn, zuhause eine Nähmaschine besitzen und uns gerne unterstützen möchten, helfen Sie uns beim Nähen!

Alles was Sie noch dazu brauchen sind ein paar Reste Baumwollstoff (zum Beispiel alte Laken, waschbar bis 95°), Nähgarn und ein bisschen Draht, ca. 15 cm lang (z.B. Basteldraht, Pfeifenreiniger o.ä.). Diese Materialien müssten Sie selber einbringen. Bitte orientieren Sie sich im Übrigen an der Anleitung der Stadt Essen: Mund-/Nasen-Masken-Nähanleitung

Bei unseren ersten Exemplaren haben wir festgestellt, dass es hilfreich ist, wenn Sie:

  • den Stoff doppelseitig verwenden (am besten Baumwolle, vielleicht alte Laken), der bei 95 Grad waschbar ist.
  •  Wäschegummi links und rechts verwenden (statt Stoff als Seitenbänder), zur Befestigung hinter den Ohren (hält besser)
  • als Nasenformer/-verstärker Draht verwenden oder das Metallmaterial aus einem Aktendulli (s. 2. Foto). Metall des Aktendulli kann auch geteilt werden.
  • nach Fertigstellung  noch ein entfaltetes Tempotaschentuch innen einlegen, das öfter gewechselt werden kann.

Bitte bringen Sie die fertigen Masken zu folgenden Einrichtungen:

Wir freuen uns über jede Hilfe! Sollten wir mehr Exemplare erhalten, als unsere Mitarbeitenden benötigen, möchten wir weitere Menschen damit unterstützen, die derzeit dazu beitragen, die notwendige Betreuung und Versorgung aufrecht zu erhalten.

 

Veranstaltungen

Schrittweise Öffnung unserer Einrichtungen

 

Liebe Besucherinnen und Besucher,
nach und nach werden unsere Einrichtungen, jeweils in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden, schrittweise geöffnet. Bitte informieren Sie sich direkt bei den Einrichtungen und Projekten über Öffnungszeiten, Teilnahmebedingungen und Hygieneauflagen. Informationen dazu erhalten Sie auf den entsprechenden Webseiten oder telefonisch in den Einrichtungen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!