Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

13.10.2021 / Menschen in Schöneberg

Mobile Stadtteilarbeit

Christine Bitterwolf Es gibt ein neues Projekt im Nachbarschaftsheim Schöneberg.

Gespräch mit Anwohnern auf dem Dürerplatz, moderiert vom NBHS, 2009

Gerade jetzt, da nach den Einschränkungen durch die Pandemie das gesellschaftliche Leben wieder aktiviert wird, ist es wichtig, festzustellen, wo Kontakte abgebrochen, wo durch Hilfsbereitschaft in der Nachbarschaft evtl. neue Verbindungen entstanden sind und wie diese weiter gefördert werden können. Welche neuen Ideen sollten umgesetzt werden? Welche Bedürfnisse gibt es überhaupt in der Nachbarschaft?
Diese Fragen und Probleme sollen durch die Teams der mobilen Stadtteilarbeit erkundet und gelöst werden. Der Europäische Sozialfonds stellt Mittel für 36 Projekte in ganz Berlin zur Verfügung. Die ersten 6 ausgewählten Konzepte starteten bereits Anfang August. Die Idee vom Nachbarschaftsheim Schöneberg ist gleich von Beginn an dabei.

Es wurden extra zwei neue Mitarbeiterinnen eingestellt, die sich nun um die Gemeinschaft im Kiez und um die Vorbeugung gegen Einsamkeit kümmern werden. Sie sind Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin. Frau Miranda-Contreras und Frau Schneider haben ihre Büros direkt im Nachbarschaftsheim in der Holsteinischen Straße und in der Zweigstelle in der Cranachstraße. Sie werden jedoch überwiegend rausgehen, durch die Straßen laufen, sich auf die Plätze setzen oder auf Spielplätze gehen und überall das Gespräch mit den Nachbarn suchen. Sie sollen Gesprächspartnerinnen für alle sein. Dabei wollen sie feststellen, was sich verändert hat, in welchen Bereichen Handlungsbedarf ist, wo sie schnell helfen können oder wo langfristig etwas organisiert werden muss.

Hier sind nun auch die Anwohner gefragt. Haben Sie Ideen, was Sie in Ihrem Kiez verändern möchten? Wissen Sie, wer immer alleine ist oder wer Unterstützung braucht? Weisen Sie darauf hin, wo Hilfe nötig ist oder bieten Sie Ihre eigenen Fähigkeiten an, um zu helfen. Jeder, der sich bisher immer nur geärgert hat, dass sich niemand um irgendetwas kümmert, dass „die da oben“ nur am Runden Tisch entscheiden, aber nicht wissen, was in Wirklichkeit los ist, und jeder, der sich mit den Nachbarn fachmännisch darüber unterhalten hat, was alles gemacht werden müsste, der kann damit jetzt zum mobilen Stadtteilteam gehen. Haben Sie Mut! Sprechen Sie die beiden engagierten Damen an! Dann können Ihre Probleme gelöst und Ihre Ideen umgesetzt werden.

Am Montag, dem 4.10., werden Frau Miranda-Contreras und Frau Schneider von 10 -13 Uhr am Friedrich-Wilhelm-Platz sein, und am Mittwoch, dem 6.10., werden sie von 14-16,30 am Dürerplatz stehen und jeweils die Nachbarn nach ihren Ideen und Vorschlägen fragen. Weitere Termine werden auf der Web-Seite des Nachbarschaftsheims regelmäßig veröffentlicht. Die Ergebnisse aus dieser Frageaktion werden Anfang Dezember veröffentlicht.

In den ersten Monaten werden die beiden freundlichen Damen intensiv den Kontakt zur Bevölkerung suchen und Vertrauen aufbauen. Danach werden sie Pläne entwickeln, Hilfe organisieren, Interessensgruppen aufbauen oder Aktivitäten gestalten. Je nach dem, was erforderlich ist. Das Projekt der mobilen Stadtteilarbeit wird bis Juni 2023 fortgeführt. Das ist ein weiter Zeitrahmen, in dem viel erreicht werden kann.

Wünschen wir dem Nachbarschaftsheim und seinem neuen mobilen Team viel Erfolg dabei, das Zusammenleben in der Nachbarschaft positiv mit zu gestalten.

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