Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

16.06.2014 / Kinder und Jugendliche

Logistische Herausforderungen fürs E-Auto (Kopie 1)

Bastian Horn, Mitarbeiter des Jugend- und Familienzentrums Jever Neun, berichtet wieder von seinen Erfahrungen mit dem Elektroauto. Regelmäßig, manchmal auch zu Sonderterminen, holt er Mitwirkende "seiner" Theatergruppe mit dem Auto ab.

Renault Zoe vor der JeverNeun

Ob Tobi wegen meiner Fahrkünste so ein Gesicht macht?

"Im Mai gab es zwei Sondertermine für „meine“ Theatergruppe. Zunächst waren wir am 5. Mai beim Theater RambaZamba eingeladen. Wer es nicht kennt: RambaZamba ist ein Berliner Theater, das es schon seit über 20 Jahren gibt und das Theaterarbeit mit Menschen mit Behinderungen macht. Übrigens: Sehr tolle Inszenierungen, die man wärmstens empfehlen kann. Aber ich schweife schon wieder ab.

So ein Sondertermin ist immer etwas Tolles, bedeutet aber auch viel logistische Arbeit. Denn wie ich bereits im letzten Blogbeitrag geschrieben habe, fahre ich meine Schauspieler zum Theater hin und wieder zurück. Da wir für den 5. Mai aber alle Schauspieler abholen wollten, teilten mein Kollege und ich uns die Tour auf. Er fuhr eine Strecke und ich holte einen Schauspieler mit Beeinträchtigung aus Lankwitz ab. So kam es dazu, dass ich das erste Mal das Navi benutzte. Nun muss man dazu sagen, dass ich sehr skeptisch bin, was Navis angeht. Ich habe Freunden jahrelang erzählt, wie überflüssig ich diese Dinger finde und habe mir bisher daher eher „klassisch“ den Weg eingeprägt, als das Navi zu nutzen. Wahrscheinlich kommt meine Abneigung daher, dass ich früher das Navi meiner Mutter war. Als wir quer durch Deutschland fuhren, musste ich früher mit dem Autobahnatlas die Abfahrt ansagen und sie durch den Verkehr leiten. Das machte mir aber sehr viel Spaß und so denke ich wohl immer noch wehmütig an die Zeit der „Papiernavis“ zurück.

Wie sich herausstellte, waren meine Sorgen jahrelang unbegründet! Das Navi lenkte mich sicher, freundlich und genau ans Ziel. So funktionierte das Abholen und die Weiterfahrt gut. Was das Navi leider noch nicht kann: Staus auflösen. So kamen wir leider zu spät zum Workshop. Aber wir kamen noch rein und hatten einen schönen „Auswärtstermin“.

Auch der zweite Termin zum Kreativtag war dank des Autos kein Problem. Ich holte Tobi von der Werkstatt ab und fuhr zu unserem Termin. Nach dem Workshop, bei dem mich Tobi tatkräftig unterstützte, aßen wir noch einen Döner und dann fuhr ich ihn zu seiner Wohngemeinschaft. Auch hierbei unterstützte mich das Navi und mittlerweile sind schon mehrere Positionen ins Navi eingespeichert und es kommt regelmäßig zum Einsatz. Wenn man jetzt noch einen Autopilot hätte…"

Bericht von Bastian Horn, Mitarbeiter der Jever Neun

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